Bremervörde. Gerade nochmal gut gegangen: Beinahe wäre am Pfingstsonntag ein 43-Jähriger von einem Zug der EVB überfahren worden. Der Mann war nicht nur breit wie eine Natter, sondern hatte es sich ebenso wie die Schlange in der Sonne mitten auf den Gleisen der Strecke nach Bremerhaven bequem gemacht. Nur fünf Meter vor ihm kam die Bahn nach einer Notbremsung zum Stehen.
„Der Zugführer hatte zunächst auf einem Weg neben dem Gleiskörper eine Person erkannt und unmittelbar danach eine andere Person beim Überschreiten der Gleise beobachtet“, so Polizeisprecher Detlev Kaldinski. Nachdem der Lokführer mal eben auf die Hupe gedrückt hatte, schienen die Gleise frei. Doch mit seinen adlerscharfen Augen erkannte er aus 200 Metern Entfernung dann den auf den Schienen liegenden, vollkommen bewegungslosen Mann. Sofort warf er den Anker.
„Der Zugführer eilte zu dem vermeintlich Hilflosen und musste diesen erst wecken“, so Polizist Kaldinski, „dabei handelte es sich um einen 43-jährigen Bremervörder, der von einer Open-Air Veranstaltung kommend im Gleisbett gestürzt und erheblich alkoholisiert eingeschlafen war.“ Der Zug konnte mit halbstündiger Verspätung weiterfahren. Von den Fahrgästen kam niemand zu Schaden. Gegen den auf dem Gleis eingeschlafenen Mann wird wegen Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt. (
dave)