Keine Gnade für Hobby-Schumis

Polizei verhindert illegales Burnout-Rennen

Kreisweit. Wo keine offzielle Rennstrecke ist, findet auch kein Rennen statt. Einen Tipp auf ein illegales Burnout-Race mit angeblich 120 Teilnehmern bekam die Polizei im Kreis Rotenburg gestern Abend. Streifenwagen aus Rotenburg, Bremervörde, Zeven, Sittensen, Stade und weiteren Orten patroullierten, um das gesetzeswidrige Rennen auf der Straße zur geplanten Mülldeponie in Haaßel bei Selsingen zu stoppen.



Um 21.15 Uhr trafen die ersten drei tiefer gelegten Autos in Haaßel ein. Deren Fahrer erhielten von der Polizei sofort einen Platzverweis – mit dem Hinweis, dass illegale Autorennen in Haaßel und auch an anderen Stellen von der Polizei verhindert werden. Nach der Belehrung suchten die Tuningfreaks sogleich das Weite.



Später trafen die Einsatzkräfte auf dem Parkplatz eines Supermarktes in Zeven auf fast 30 szenetypische Fahrzeuge, dazu 40 Leute. Auch hier gab es unmissverständliche Ansagen. Bei dem Einsatz räumten Teilnehmer der Szene offen ein, dass man ein Rennen beabsichtigt habe. Der starke Regen und die umfangreiche Polizeipräsenz nahmen den Rasern aber offensichtlich den Spaß. Um 22.45 Uhr fuhren die jungen Raser in Richtung umliegender Diskotheken ab.



Sonst noch was?



Ach ja: Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es schon gestern Nachmittag um 14.30 Uhr auf der Straße zwischen Hellwege und Ahausen. Ein 66-jähriger Ahauser war vom Einkaufen kommend mit seinem Mazda 626 auf gerader Strecke kurz vor seinem Heimatdorf nach links von der Fahrbahn abgekommen und frontal gegen eine einen Meter dicke Eiche geprallt. Dabei erlitt der Fahrer schwerste Verletzungen, sein Mazda wurde total zerstört. Der 66-Jährige wurde in das Rotenburger Krankenhaus gebracht.



Augenzeugen hatten gesehen, wie der Mazda völlig unerklärlich auf die Gegenfahrbahn kam und dort auf dem Grünstreifen gegen den Baum prallte. Auch die Polizei Rotenburg konnte bei der Untersuchung der Unfallstelle und des Unfallfahrzeuges keine Ursache für das Unglück ermitteln. Der Unfallfahrer ist bis jetzt nicht ansprechbar. (dave)/(ots, dk)

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